CB-Funk 2.0 – Die Renaissance

„CQ, CQ wer ist QRV“ tönte es in den 70er und 80er Jahren durchs 11m Band, den Frequenzen um 27 MHz, bis es irgendwann verstummte. „Der CB-Funk ist tot“, hiess es mit der Einführung der Mobiltelefonie und des Internets. Die Kommunikationskultur hat sich geändert.

Der private Funk blieb den Amateurfunkern und der CB-Funk den Truckfahrern überlassen.

Im privaten Bereich wie z.B. bei Outdoor Aktivitäten hat sich der Funk auf die Walkie-Talkies beschränkt. Diese sind heute im PMR-Funk, richtiger PMR446, also auf Frequenzen bei 446 MHz angesiedelt.

Bis, ja bis sich langsam eine Community zu finden begann, die diesem vergessenen Hobby wieder mehr Aufmerksamkeit schenkte. Darunter sind neben einigen alten Hasen auch viele junge Leute und seit etwa 2017 ziehen die Benutzerzahlen wieder an.

Natürlich hat die Technik seit den 80ern nicht „Halt!“ gemacht. Die Geräte haben eine wesentlich stärkere Ausgangsleistung und auch die Anzahl an Kanälen hat sich erhöht. EU-weit wird versucht mit 40 Kanälen AM/FM mit 4W und SSB mit 12W einen einheitlichen CEPT-Standard durchzusetzen.

Mit dem technischen Fortschritt vereinigen sich auch die Möglichkeiten des Funks und des Internets, hier vor allem des Internets über das mobile Breitband.

Die Smartphone App „CB-Talk“ des bekannten Funkgeräte Herstellers Midland ermöglicht mehr Menschen denn je, leicht in die Welt des „Citizen Band Radio“ wie der CB-Funk in Amerika heisst, einzutauchen.

Natürlich wird auch hier, wie beim „richtigen“ CB-Funk Verkehr, auf die Funkdisziplin geachtet. Auch die ein oder anderen funkspezifischen Codes (Zahlen- und Q-Codes, Ten-Codes) werden verwendet, allerdings nicht so strikt wie im Amateurfunk oder bei den Profis. Themen wie Politik, Religion und Sex sind tabu.

Die Applikation wurde in erster Linie für Leute wie LKW Fahrer entwickelt, um auch ausserhalb der Reichweiten des CB-Funks weiter in Kontakt zu bleiben. Mit einem speziellen Mikrofon, dem DUAL MIKE, ist die Kommunikation sowohl über CB-Funk als auch über CB-Talk möglich.

Die Smartphone-App „CB-Talk“ von Midland findet ihr im App-Store eurer Wahl und nach der Registrierung kann man auch schon loslegen.

Am Gruppenkanal AUT09 sind immer wieder „Breaker“ online, auch aus den benachbarten Ausland oder aus Übersee.

Wer dann vom Virus „CB-Funk“ infiziert ist, wird sich vielleicht früher oder später (wieder?) ein richtiges CB-Funkgerät zulegen.

Weitere Informationen über den CB-Funk findet ihr hier:

„55 + 73″